Sonderausstellung der Stadtgründung Brilon

Zwei Wochen lang, ab dem 15. Januar 2020, jeweils montags bis freitags (11.00 – 16.30 Uhr) sowie an den Samstagen, 18. Und 25.01.2020 von 11.00 – 14.00 Uhr) präsentieren die Stadt Brilon, das Museum Haus Hövener und der Briloner Heimatbund Semper Idem eine Sonderausstellung über die Stadtgeschichte im 13. Jahrhundert.
Zum Start der Veranstaltungsreihe anlässlich des Stadtjubiläums beginnt die Briloner Zeitreise vor 800 Jahren. Eine Zeit, die als Gründungsphase der Stadt Brilon gilt und bis heute in Form beeindruckender Denkmäler in der Stadt ihre Spuren hinterlassen hat. Das Rathaus, die Propsteikirche und die Reste der Stadtmauer zeugen von einem Jahrhundert, in dem die Stadt Brilon zu dem wurde, was wir heute an einigen Stellen noch entdecken können.
Doch was waren die Gründe dafür? Wie kam es dazu, dass Erzbischof Engelbert I. Brilon 1217 – 1220 die Stadtrechte verlieh? Und welche Mythen und Wahrheiten verstecken sich in der Vergangenheit?
Das Ziel der Veranstalter ist es, den Blick für die Vergangenheit zu schärfen und die Gegenwart dabei nicht aus den Augen zu verlieren. Die Antworten auf die gestellten Fragen haben schließlich eine Bedeutung für das moderne, das gegenwärtige Brilon. Vieles hinterließ Erben, die heute noch für das Stadtbild und das Leben der Bürgerinnen und Bürger eine Rolle spielen. Sei es die Wirtschaft, das soziale Gefüge der Bürgerschaft oder das Verständnis einer selbstbewussten Stadtgesellschaft – manches davon begründete sich in den Entwicklungen vor 800 Jahren.
 
Das Rathaus als Zeitzeuge der Geschichte
Um dies einer interessierten Öffentlichkeit vorzustellen, vereint die Ausstellung das Lernen und das Wiederaufleben der Vergangenheit. Nicht nur, dass die Rolle Engelberts für die Briloner und die wichtigsten Schritte der Stadtgeschichte erklärt werden, auch die bedeutenden Gewerke und Handwerke werden in der ersten Gildehalle vorgestellt. Damit wird seit acht Jahrhunderten das erste Mal das Rathaus seiner eigentlichen Nutzung wieder gerecht. Schließlich waren es Eisen, Hold und Erde, die als Grundlage für die Landwirtschaft, die Montanindustrie und das Forstwesen die Fundamente bildeten und deren daraus entstehenden Produkte in den Handelshallen angeboten wurden. Inszeniert als mittelalterliche Markthalle können Besucherinnen und Besucher erfahren, wie wichtig natürliche Ressourcen waren und wie es den Brilonern gelang, diese für ihre Stadt zu nutzen.
Ein besonderes Highlight stellen die Reliquien des Erzbischofs dar. Sein Herz und eine Büste des Kirchenfürsten werden erstmalig in der Stadt, die Engelbert im hohen Mittelalter zu eine seiner Machtstützen erklärte, zu sehen sein.

Die Eröffnung und Ausstellung
Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich dazu eingeladen, die Eröffnung am 15. Januar um 18:30 im Rathausfoyer zu besuchen. Neben dem Blick auf die Ausstellung erfahren Gäste aus der Stadt und den 16 Dörfern, wie in Brilon des 13. Jahrhunderts die Menschen lebten, was sie erlitten und wie sie der Stadtgründung begegneten. In einem Vortrag werden die Wahrheiten hinter Mythen offenbart und Geschichte wieder lebendig. Schulklassen, die die Ausstellung und das Mittelalter im Sauerland erleben möchten, denen sei die Stadt- und Ausstellungsführung an das Herz gelegt, die jeweils am 20./24./27. und 31. Januar vormittags angeboten werden kann. Hierfür ist eine Anmeldung und Terminabsprache im Museum Haus Hövener unter Tel. 02961 963 99 01 notwendig. Die Führungen sind in der Anzahl begrenzt und nur für kurze Zeit buchbar. Kosten fallen hierfür nicht an.

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