Tag der älteren Generation 2022

U60Dortmund2 thumbAm Mittwoch, den 06. April 2022 machten sich 14 Senioren aus dem Kolpingbezirk Hochsauerland/Waldeck und der Ü60 Gruppe der Kolpingsfamilie Olsberg mit dem Bus, auf nach Dortmund. Erstes Ziel war das Katholische Zentrum mitten in Dortmund, Nähe Hauptbahnhof. Dorthin hatte Pastor Stefan Tausch, (früher Leiter der Bildungsstätte Elkeringhausen) eingeladen, um seine jetzige Wirkungsstätte vorzustellen.
„Früher machte das Katholische Forum Angebote, zu denen die Menschen kommen mussten. Dazu unterbrachen sie ihren Alltag und nahmen sich eigens Zeit“ so berichtet Stefan Tausch. Er, Tale Schmitz, Stefan Kaiser (alle Seelsorger) und Katrin Glanemann (Sekretariat) machen seit einiger Zeit zwei dynamische Angebote. Sie haben sich zwei elektronisch unterstützte Rikschas angeschafft, fahren in die Innenstadt und sprechen die Menschen direkt an: “Wir nehmen Fahrt auf – gratis…Bitte einsteigen! Sie haben eigentlich gerade keine Zeit, aber Lust auf ein Gespräch? Sie wollen schnell von A nach B? Vielleicht passt es. Dann fahren wir Sie und haben unterwegs Zeit für ein Gespräch“ So in etwa läuft die Ansprache ab. Und die andere Möglichkeit: Bei gutem Wetter verlassen die Seelsorger mit der mobilen Kirchenbank die Räumlichkeiten und rollen zu den Menschen in die Innenstadt. Auf diese Weise begegnen sie sehr spontan und ohne große Hemmschwelle Passanten mit ihren je eigenen positiven aber auch negativen Stimmungen und Erfahrungen mit Gott und der Welt ,so berichtet Stefan Tausch. Anschließend zeigt er der Gruppe das „Refugium“ ein modern eingerichteter, heller Cafe -ähnlicher Begegnungsraum mit kleinen Tischen und einer Kaffeemaschine. Ausruhen, sich treffen, verweilen oder ein Gespräch führen – dazu lädt das Team dienstags bis samstags von 10 – 18 Uhr ein. Unterstützt werden sie inzwischen von geschulten Ehrenamtlichen, die Präsenzdienste übernehmen. Währen der Öffnungszeiten stehen so immer zwei Ansprechpartner zur Verfügung. Zwischen 30 und 50 Gäste seien an einem durchschnittlichen   Öffnungstag da. Und diese sind sehr unterschiedlich. Manche suchen ein Gespräch. „Wir schenken Wärme, Toilettenbenutzung, Wasser, Raum und Zeit, nur wer einen Kaffee möchte, muss dafür einen Euro bezahlen,“ fasst Stefan Tausch zusammen. Und dann lädt er die Kolpinggruppe zum  Gebet in den Propsteihof ein. Jeden Tag, um fünf vor zwölf wird dort das gleiche Friedensgebet für alle Menschen, die von Krieg und Flucht betroffen sind, in großer Runde gebetet (siehe Foto). Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit  Pastor Tausch fuhr die Gruppe weiter  zu ihrem eigentlichen Ziel, dem 6. Kolping-Diözesantag  der älteren Generation in den Dortmunder Stadtteil Husen.
In der Kirche St. Petrus Canisius wurden sie und ca. 75 weitere Senioren herzlich willkommen geheißen. Ortspräses Gregor Orlowski und der gebürtige Dortmunder Pastor und jetzige Diözesanpräses Sebastian Schulz zelebrierten gemeinsam die Messe. Der Diözesanpräses freute sich, dass bei einem Gottesdienst sowohl Borussia – als auch Schalke -Fans gemeinsam feiern können. Denn auch bekennende Schalke-Anhänger waren unter den Gästen vertreten. Im Anschluss an die Messe stand die Historie von Borussia Dortmund im Mittelpunkt der Veranstaltung. Hierzu interviewte der Kolping- Bezirksvorsitzende Hans-Peter Rehbein den BVB-Historiker Gerd Kolbe. Dieser brillierte mit einem umfangreichen, geschichtlichen Wissen und vielen Anekdoten zum Werdegang des BVB. Kolbe ist es zu verdanken, dass viele Exponate aus Jahrzehnten des Dortmunder Traditionsvereins nicht verloren gegangen sind. Auch Ansbert Junk, BVB-Ältestenrat und ehemaliger Pastor der nahe dem Borsigplatz gelegenen Dreifaltigkeitskirche, berichtete aus der BVB-Geschichte. Bis heute hat sich die Verbindung von BVB und der Dreifaltigkeitskirche gehalten. So gibt es dort zum Saisonbeginn immer einen BVB-Gottesdienst. Den Unterschied zum Gelsenkirchener Traditionsclub erklärte Junk mit den Worten:  Schalke 04 hat eine kleine Stadionkapelle, der BVB hat eine große Kirche“. Ganz aktuell konnte der BVB-Ältestenrat berichten, dass auch auf Grund der Intervention des BVB die Dreifaltigkeitskirche nicht wie geplant entweiht wird. Besonders freuten sich die Fußballfreunde über die Anwesenheit des Ehrengastes Horst Bertram. Der BVB-Bundesliga- Aufstiegstorwart von 1976 war die Nummer 1 im BVB-Tor, Mannschaftskapitän und galt als einer der besten Torhüter in Deutschland. „ich wollte unbedingt mit dem BVB aufsteigen und habe alle drangesetzt“, erzählt der heute 73 Jahre alte Fußballstar und spätere Trainer. Nach diesem abwechslungsreiche Tag startete der Bus gegen 17.15 Uhr zurück ins Sauerland.

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Foto: Andrea Giller, Kolping-Bezirksverband Hochsauerland-Waldeck

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