Willingen: Zweite Schanze soll im Strycktal entstehen

artikelbild regionalesWillingen. Um für den Skisprungnachwuchs optimale Trainingsbedingungen bieten zu können, plant der Ski-Club Willingen (SCW) den Bau einer zweiten, kleineren Schanze im Strycktal. Geplant ist eine Normalschanze mit einen Hillsize-Punkt von 85 Metern. Derzeit ist es sehr aufwendig für die Nachwuchsspringer, das Training zu absolvieren. Viele Kilometer müssen zurückgelegt werden, um zum Beispiel in den Alpen gute Trainingsbedingungen auf Normalschanzen vorzufinden.
Der SCW verspricht sich von einer zweiten Schanze eine zusätzliche Belebung der Nachwuchsarbeit, nicht nur in Willingen. Sie soll rechts der Großschanze neben dem Café „Aufwind“ errichtet werden – mit Aufstiegshilfe und Beleuchtung. Die Planungen sind in vollem Gange, wie Sportwart Volkmar Hirsch den Mitgliedern in der Jahreshauptversammlung des Skiclubs Willingen am Wochenende mitteilte. Die Kosten werden auf etwa fünf Millionen Euro geschätzt. Durch den Einsatz von Fördermitteln wäre der finanzielle Aufwand für den SC relativ gering. 
Die Konzepte sehen eine der modernsten Schanzen der Welt vor. Die neue Sportstätte soll in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren in Betrieb gehen.
Auch die Planungen für die Hängebrücke (Skyline) im Strycktal laufen weiter. Ferner feilt der Skiclub ständig  an der Verbesserung von Sicherheits- und Verkehrskonzepten. Eine Brücke oder ein Tunnel vom Parkplatz Wakenfeld über die Straße oder darunter her würde die Verkehrssituation bei Großveranstaltungen erheblich entschärfen.
Skisprung-Weltcup in Willingen vom 7. bis 9. Februar 2020
Das Weltcup-Skispringen 2020 ist vom 7. bis 9. Februar. Im Jahr 2021 ist zudem die Feier zum 111-jährigen Bestehen des SC Willingen geplant. Verschiedene Änderungen der Satzung wurden einstimmig beschlossen und bringen diese damit auf den aktuellen Stand. Und die „Füchse“ erhalten mit Zustimmung der Versammlung zukünftig eine eigene Fahne.
Der Ski-Club Willingen zog unterdessen bei der Jahreshauptversammlung die erfolgreichste Jahresbilanz seit Jahren. Das Weltcupspringen lockte insgesamt 56 800 Zuschauer an. Schwarze Zahlen in der Kasse hinterlassen strahlende Gesichter.
Nicht zuletzt schaffte die Präsenz der Vorstandsmitglieder in vielen internationalen Gremien offene Türen für weitere Projekte. Eines davon ist der geplante Bau einer Normalschanze im Strycktal. Allein Sportwart Volkmar Hirsch hat in den zurückliegenden Monaten über 10 000 Kilometer für den Verein zu Tagungen, Veranstaltungen und Besprechungen zurückgelegt.
Stefan Leyhe und Nadine Horchler erfolgreich
Vorzeigeskispringer Stefan Leyhe hatte unter anderem mit dem Gewinn der WM-Goldmedaille eine erfolgreiche Saison, ebenso die Biathletin Nadine Horchler. Der neue Langlauf-Trainer Konstantin Zakhvatkin hat frischen Wind mitgebracht und der „Kraxler“ an der Schanze war ein voller Erfolg. Die Jugendlichen beim Biathlon und Skisprung haben bei Wettbewerben gut abgeschnitten.
Die Fußballabteilung ist erfolgreich in die neue Saison gestartet. Das neue Uplandstadion beflügelt Mannschaften und Zuschauer. Dazu kamen Veranstaltungen an der Orenbergschanze und der EWF-Arena. Die Gewinnung von Nachwuchs ist allerdings in allen Abteilungen eine Herausforderung.

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Die neue Normalschanze soll rechts neben dem Café „Aufwind“ beziehungsweise der Geschäftsstelle in den Hang gebaut werden.
Foto: Hans Blossey

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