Hände weg vom Handy am Steuer

artikelbild regionalesHochsauerland. Handy am Steuer ist ein alter Hut, aber dennoch so aktuell wie eh und je. Rund 900 Verstöße hat die Polizei im HSK bis August bereits geahndet und diese Verstöße haben es in sich. Beim Führen eines Fahrzeugs kostet die Handybenutzung 100 Euro und einen Punkt. In der Probezeit bedeutet dies bereits eine Nachschulung.
Kommt die Gefährdung oder Schädigung eines anderen hinzu, erhöht sich das Bußgeld auf 150 beziehungsweise 200 Euro und zwei Punkte. Auch Radfahrer dürfen während der Fahrt kein Handy benutzen. Sie müssen ansonsten mit 55 Euro Bußgeld rechnen.
Laut Experten ist die Ablenkung durch das Smartphone eine der häufigsten Unfallursachen und Ablenkung am Steuer allgemein verantwortlich für jeden zehnten Unfalltoten (Allianz Ablenkungsstudie 2016). Denn auch das Einstellen des Navigationsgerätes, die Bedienung des Radios oder Beifahrer sind als Ablenkungsfaktoren nicht außer Acht zu lassen.
Während das Telefonieren oftmals schon durch entsprechende Freisprecheinrichtungen auch während der Fahrt ermöglicht wird, hat das Lesen und Schreiben einer Nachricht während der Fahrt fatale Nebenwirkungen.
20 Sekunden bedeuten Blindflug von 300 Metern
Handy entsperren, Nachricht lesen und antworten – in rund 20 Sekunden durchaus zu schaffen. Bei einer Autofahrt mit 50 km/h bedeuten diesen 20 Sekunden jedoch einen Blindflug von über 300 Metern, bei dem nicht auf die Straße geachtet wird. Wer schreibt, verliert. Das ist Fakt!
Aber nicht nur Fahrzeugführende und Radfahrende stellen für sich und andere eine Gefahr da, wenn sie sich im Straßenverkehr lieber ihrem Handy widmen. Auch Fußgänger, die sogenannten „Smombies“ (eine Mischform aus den Begriffen Smartphoen und Zombie), werden zur gleichen Gefahr, wenn sie nur aufs Smartphone starren, statt auf den Verkehr zu achten.
Daher gilt: Das Handy hat Sendepause im Straßenverkehr. Schalten Sie es ab oder in den Flugmodus vor Fahrtantritt. So kommen Sie gar nicht erst in die Versuchung zu schreiben, zu lesen oder zu telefonieren. Haben Sie einen Beifahrer, kann der die Kommunikation für Sie übernehmen. Sind Sie Beifahrer, wirken Sie auf den Fahrerenden ein, wenn er das Handy benutzen will. Ein freundlicher Hinweis ist keine Bevormundung.
Die Gefahr der Handybenutzung am Steuer wird einfach unterschätzt. Und das nicht nur von den jungen Leuten. Laut einer Forsa Studie des ACV aus dem Jahr 2016 benutzen während der Autofahrt 81 Prozent der 18 bis 44-Jährigen, 66 Prozent der 45 bis 49-Jährigen und auch noch 38 Prozent der 60-Jährigen und Älteren das Handy.

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Im Straßenverkehr heißt es stets: Hände ans Lenkrad und volle Aufmerksamkeit. „Damit Sie auch noch morgen erreichbar sind“, so die Polizei HSK.
Foto: Polizei

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