Bigge. Für die Sanierung und Erweiterung der St.-Martinus-Grundschule in Bigge sollen alternative – und kostengünstigere – Vorplanungen erstellt werden, bevor die weiteren Planungsschritte angegangen werden. Das hat jetzt der Olsberger Stadtrat einstimmig beschlossen.
Hintergrund: Ein durch ein Planungsbüro im November im Ausschuss Planen und Bauen vorgestellter Vorentwurf hatte bei den geschätzten Kosten die vorgesehenen Haushaltsansätze deutlich überschritten. Architekt Nils Schäfer hatte die Kosten für den baulichen Teil der Schulerweiterung und -sanierung auf knapp 6,8 Mio. Euro beziffert. Weil durch das sehr frühe Planungsstadium immer noch Abweichungen von bis zu 30 Prozent möglich sind, erläuterte Hubertus Schulte, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung, seien sogar Gesamtkosten von bis zu 9,8 Mio. Euro möglich gewesen. Allerdings: Im städtischen Haushalt für 2026 und den Planungen für die Folgejahre sind lediglich 5,85 Mio. Euro für das Projekt eingeplant – plus rund 860.000 Euro, die als Fördermittel fließen könnten.
Man benötige daher dringend kostengünstigere Alternativen, argumentierte Jeannette Friedrich für die CDU-Fraktion – und das sei die Aufgabe des beauftragten Planungsbüros. Als Beispiele für mögliche Kosteneinsparungen nannte sie einen Aufzug ab dem Erdgeschoss statt ab dem Keller oder preisgünstigere Alternativen für die Außenwände. Es sei die Aufgabe eines Planungsbüros, Vorplanungen nicht nur vollständig und transparent zu erstellen, sondern eben auch finanziell vertretbar. Gleichzeitig solle die Stadtverwaltung zusätzlich Fördermöglichkeiten für das Projekt prüfen. Die überarbeiteten Vorplanungen sollen dann den Mitgliedern der Ausschüsse Planen und Bauen sowie Bildung, Sport und Freizeit vorgestellt werden.
Von den anderen Ratsfraktionen gab es Rückendeckung für dieses Vorgehen, so dass der Beschluss zur Überarbeitung der Vorplanungen einstimmig ausfiel. Ziel der geplanten Sanierung und Erweiterung der St.-Martinus-Grundschule ist es nicht nur, das in die Jahre gekommene Schulgebäude zu modernisieren, sondern ebenso, mehr Platz für Lernen und Leben sowie eine Verknüpfung von Unterricht und Offener Ganztagsschule (OGS) zu schaffen.
