Kodokan Olsberg: Westdeutschen Meisterschaften der U 15

Am 28.02. und 01.03.2026 fanden die Westdeutschen Meisterschaften der U15 in Dormagen statt.
Wir gingen mit insgesamt neun Startern auf die Matte.

*Valerie Schklar und Jemimah Matanisiga sind Westdeutsche Meister der U15*

Begonnen hat Noah Neziraj, der zwei sehr starke Kämpfe bestritt. Teilweise lag er in Führung, musste letztendlich aber leider zwei knappe Niederlagen hinnehmen.
Ben Labe startete mit zwei hervorragenden Siegen und stand im Halbfinale lange in dominanter Position. Leider blieb er nicht kopfstark genug und verlor durch einen eigenen Fehler. Im Kampf um Platz 3 kämpfte er sich erneut bis in den Golden Score, musste sich am Ende jedoch knapp durch einen Yuko geschlagen geben.
Platz 5.
Für Jan begann das Turnier holprig. Er konnte zwar schnell mit Waza-ari in Führung gehen, brachte diese Führung jedoch nicht über die Zeit. In der Trostrunde kämpfte er sich noch einmal stark zurück, unterlag letztlich aber knapp mit Yuko.
Platz 7.
Felix kam gut ins Turnier! Den ersten Kampf gewann er deutlich. Im Viertelfinale traf er auf einen ihm bekannten starken Gegner, der an diesem Tag die bessere Form hatte. Felix ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und kämpfte sich durch die Trostrunde. Ein schneller, sehenswerter Ippon ließ die Hoffnung auf eine Medaille weiterleben. Anschließend folgte ein Kampf, der ihm alles abverlangte: drei Minuten reguläre Kampfzeit plus drei Minuten Golden Score – ohne Entscheidung. Am Ende mussten die Kampfrichter entscheiden. Leider nicht zugunsten von Felix.
Platz 7.
Paul zeigte sich gewohnt stark und souverän und kämpfte sich ohne Probleme ins Halbfinale. Dort traf er auf einen griffstarken Gegner, dem er leider nichts entgegensetzen konnte und rutschte ins kleine Finale. Hier knüpfte er wieder an seine Leistungen an, kontrollierte seinen Gegner gut und sicherte sich durch viele kleine Wertungen einen Vorsprung, den er souverän über die Zeit brachte.
Sensationell Platz 3.

01.03.2026 – Unsere Mädels am Start
Am zweiten Tag gingen unsere vier Mädels an den Start.
 Thea Krähling und Valerie Schklar starteten in der gleichen Gewichtsklasse 
Für Thea war es das erste Jahr auf dieser Ebene. Entsprechend nervös begann sie, konnte aber gut mithalten und sogar einen Waza-ari erzielen. Dennoch musste sie sich geschlagen geben. In der Trostrunde fand sie zu ihrer Stärke zurück und gewann zwei souveräne Kämpfe. Im darauffolgenden Kampf geriet sie jedoch in einen Armhebel und verlor.
Für Valerie wartete in derselben Gewichtsklasse direkt ein Hammerlos: In der ersten Runde stand ihr eine Kaderathletin aus einem anderen Bezirk gegenüber. Doch sie zeigte sofort, welches Ziel sie an diesem Tag hatte, ging schnell mit Waza-ari in Führung und steigerte sich mit jeder Aktion.
Erstrundensieg!
Auch in den folgenden Kämpfen dominierte sie von Beginn an und konnte mit sehenswerten Ippons überzeugen. Selbst im Halbfinale gegen eine weitere Kaderathletin ließ sie nichts zu und zog verdient ins Finale ein.
Dort wartete ihre Finalgegnerin aus dem letzten Jahr. Damals musste sie sich geschlagen geben . Dieses Jahr war das Ziel klar definiert. Valerie ließ nichts anbrennen, setzte mehrfach zu Würfen an und schaltete in einer entstehenden Bodensituation blitzschnell. Mit einem konsequenten Waki-gatame zwang sie ihre Gegnerin zur Aufgabe.

Westdeutsche Meisterin!
Eine Sensation – der erste Titel auf dieser Ebene seit 12 Jahren.
Als Nächste zeigte Jule Dittrich, was sie kann. Jule hat den Wettkampfsport erst seit kurzem entdeckt und bestritt mit diesem Turnier ihre erste Meisterschaftsserie überhaupt. In zwei dominanten Kämpfen zog sie ins Halbfinale ein. Dort wartete eine Gegnerin, die an diesem Tag nicht schlagbar war. Wie ihr Bruder Paul rutschte auch sie ins kleine Finale – und ließ dort nichts anbrennen. Nach nur 15 Sekunden warf sie ihre Gegnerin mit vollem Ippon.
Platz 3.
 Als letzte Starterin aus Olsberg ging Jemimah Matanisiga auf die Matte.
Mima startete hervorragend und gewann ihren ersten Kampf mit einem schnellen Ippon. In der zweiten Runde traf sie auf eine zähe Gegnerin und musste geduldig bleiben. Immer wieder setzte sie Nadelstiche, doch die Wertung blieb zunächst aus. Kurz vor Schluss belohnte sie sich für ihre Konsequenz, kontrollierte ihre Gegnerin im Boden und beendete den Kampf.
Im Halbfinale wartete erneut eine starke Gegnerin. Mit ihrem dominanten Griffspiel ließ Mima nichts zu und entschied auch diesen Kampf durch technische und mentale Konsequenz für sich.
Finale!
Dort war sie hochmotiviert und ließ keinerlei Zweifel aufkommen. Sie entschied das Finale schnell und souverän für sich.

Sensationell – die zweite Westdeutsche Meisterin 2026!
Und das, nachdem zwölf Jahre lang kein Titel auf dieser Ebene an unseren Verein gegangen war.
Mit zwei Titelträgerinnen und zwei dritten Plätzen ist das die historisch beste Leistung unseres Vereins auf dieser Ebene.
Ich kann nicht oft genug sagen, wie wahnsinnig stolz wir auf unsere Athletinnen und Athleten sind und wie glücklich wir darüber sind, dass sich die harte Arbeit wieder ausgezahlt hat.

Es gibt dafür nur ein Wort: WAHNSINN.

Kod WestdtMei26

Foto: privat