Modernisierung der Dorfmitte Elpe - Maßnahmenbündel umsetzen

Elpe. Für eine Erneuerung und Umgestaltung der Dorfmitte in Elpe soll die Stadt Olsberg in den Jahren 2027 bis 2029 ein ganzes Maßnahmenbündel umsetzen – und dafür im kommenden Frühjahr Fördermittel des Landes NRW beantragen. Diese einstimmige Empfehlung geben die Mitglieder des Ausschusses Planen und Bauen dem Olsberger Stadtrat. Allerdings: Ob und in welcher Höhe Fördergelder fließen können ist keineswegs gewiss.

Jetzt war die Rahmenplanung „Dorfmitte Elpe“ Thema in der jüngsten Sitzung des Ausschusses. Stadtplanerin Sonja Pack-Hast vom Planungsbüro Wolters Partner stellte dabei den aktuellen Stand der Rahmenplanung vor. Mit insgesamt sechs Projektbausteinen soll das Elper Ortszentrum ein modernes und funktionales Erscheinungsbild bekommen. Ein Bestandteil ist die Aufwertung von Gehwegen, Straßenraum und Bushaltestellen an der Elpetalstraße– zum Beispiel durch eine Erneuerung der Bürgersteige, Querungshilfen mit Mittelinseln und mehr Grün im Straßenraum. Der Hochsauerlandkreis als Straßenbaulastträger wird in diesem Zuge eine abschnittsweise Erneuerung der Fahrbahn der durch den Ort verlaufenden Kreisstraßen vornehmen.

Ein weiterer Projektbaustein: Die Umgestaltung des Platzes am Elpebogen – mit mehr Sitzgelegenheiten, einem „Elpe-Balkon“ und Zugang zum Gewässer. Ebenso sollen der Spielplatz aufgewertet und das „Dormecke-Eck“ durch eine Treppenanlage funktionaler werden. Der Kirchbrunnen könnte über eine Treppe am Kirchvorplatz und einen Zugang von der Straße In der Dormecke barrierefrei erreichbar werden – ebenso wie das Ehrenmal.

Ein Knackpunkt des Projektes: Die Kosten. Auf gut eine Million Euro schätzt Sonja Pack-Hast im jetzigen Planungsstadium die Gesamtaufwendungen für alle Bausteine – ohne Planung und Unvorhergesehenes. Zur Finanzierung will die Stadt Olsberg – neben Eigenmitteln – vor allem Fördermittel des Landes NRW nutzen. Möglich wäre dies über das Programm „Struktur- und Dorfentwicklung des ländlichen Raums". Der Fördersatz beträgt hier 65 Prozent – allerdings nur bis zu einer Höchstsumme von 250.000 Euro.

Ob und in welcher Höhe die Maßnahmen konkret gefördert werden können, sei aber im Moment noch unklar, unterstrich Timo Caspari vom Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung – zumindest eine Förderung der Gehwegerneuerung und der Umgestaltung der Bushaltestellen sei hier eher ungewiss. Einstimmig sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus, separate Förderanträge jeweils für die einzelnen Projektbausteine vorzubereiten, um so die Höchstgrenzen möglichst ausschöpfen zu können.

Elpes Ortsvorsteher Frank Kreutzmann appellierte, diese Chance nicht verstreichen zu lassen: „Wir haben nun die einmalige Gelegenheit, die Ortsmitte neu zu gestalten – und das voraussichtlich für die kommenden fünf Jahrzehnte.“ Daher sollten alle in der Rahmenplanung vorgesehenen Maßnahmen auch umgesetzt werden. Die Fahrbahn der Elpetalstraße und auch die Gehwege müssten aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht ohnehin saniert werden und auch die Bushaltestellen in Holzbauweise seien erneuerungsbedürftig. Querungsmöglichkeiten der Elpetalstraße würden ein Plus an Verkehrssicherheit insbesondere für Schulkinder bedeuten.

In Elpe habe man sich bereits zusammengetan und die Rahmenplanung überprüft. Durch Optimierung und Anpassung einzelner Maßnahmen seien deutliche Einsparungen möglich – ohne Verzicht auf Funktionalität oder Qualität der Maßnahmen, so Frank Kreutzmann.

Er appellierte an Ausschuss und Rat, das gesamte Maßnahmenpaket zur Umsetzung zu bringen. Ziel sei es, zum 800-jährigen Jubiläum des Dorfes Elpe im Jahr 2029 eine neue Dorfmitte einweihen zu können: „Das wäre ein Symbol für den Zusammenhalt unserer Dorfgemeinschaft, für die Verbundenheit mit unserem Ort und für die Zukunft von Elpe.“

Bis dahin sind allerdings noch wichtige Schritte notwendig: So müssen bis zu einem Förderantrag im Frühjahr 2027 noch weitere Planungsschritte abgearbeitet werden. Eine endgültige Entscheidung über den weiteren Weg wird der Rat der Stadt Olsberg voraussichtlich in seiner Sitzung am 26. März 2026 treffen.