Antfeld. Die Stadt Olsberg soll gegenüber dem Landesbetrieb Straßen.NRW eine klare positive Stellungnahme für eine Neuanbindung des Ortes Antfeld an die B7 abgeben. Diesen einstimmigen Auftrag gaben die Mitglieder des Ausschusses Planen und Bauen der Stadtverwaltung mit auf den Weg. Eine erneute Bürgerversammlung zu diesem Thema soll es nicht geben.
Hintergrund: Der Landesbetrieb hatte die Stadt Olsberg zu einer Stellungnahme zu dem Projekt aufgefordert. Denn nach der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h in der Antfelder Ortsdurchfahrt hatte sich eine Anwohnerin an das Land NRW gewandt und darauf hingewiesen, dass eine Neuanbindung an die B7 nicht mehr notwendig sei – durch die geringere Höchstgeschwindigkeit sei bereits ein Plus an Verkehrssicherheit erreicht worden.
Vor dem Hintergrund dieses Schreibens und zur Abstimmung des weiteren Vorgehens hatte die Stadt Olsberg das Gespräch mit Straßen.NRW gesucht: Die Freigabe der Entwurfsplanung zu dem Projekt durch Straßen.NRW könne erst nach einer Stellungnahme der Stadt Olsberg erfolgen, dass die Neuanbindung weiter gewünscht und verfolgt werde. Die Maßnahme sei bei Straßen.NRW in der mittelfristigen Finanzplanung berücksichtigt. Ein konkreter Zeitpunkt für die Realisierung könne derzeit jedoch nicht benannt werden – zumal die konkrete Finanzierung nicht gesichert sei.
Dem Vorschlag der Stadtverwaltung, eine erneute Bürgerversammlung in Antfeld abzuhalten, erteilte Ausschussmitglied Mattias Ernst (CDU) eine Absage: Der Bürgerwille zu einer Neuanbindung sei nach wie vor vorhanden – „der Tenor in Antfeld ist immer noch positiv.“ Der Bedarf an diesem Projekt bestehe seit über 14 Jahren, „und die Argumente sind valide wie eh und je.“ Ein wichtiger Grund sei die mangelhafte bauliche Qualität der aktuellen Anbindung – hier sei eine langfristige und qualifizierte Lösung erforderlich.
Eine positive Stellungnahme zur Neuanbindung sei ein klares Signal an den Landesbetrieb Straßen.NRW, so Mattias Ernst, der auch einen formalen Antrag auf diesen Weg stellte. Dieser Argumentation folgte der Ausschuss Planen und Bauen dann einstimmig.
