Die Linke HSK: Positive Bilanz nach Demonstration gegen Sozialkürzungen

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“Wir freuen uns, dass die Veranstaltung trotz der kurzen Planungszeit gut ankam und wir ein starkes Zeichen gegen die unsoziale Politik der Bundesregierung setzen konnten.”, so Sandy Richter, Mitorganisatorin und Versammlungsleitung vor Ort. Unterstützung erhielt die Veranstaltung unter anderem von der IG Metall Arnsberg. Stefan Gramenz machte in seinem Redebeitrag deutlich, dass soziale Errungenschaften wie der Acht-Stunden-Tag, die gesetzliche Rente oder die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nicht vom Himmel gefallen seien, sondern von Gewerkschaften und Beschäftigten über Jahrzehnte hinweg erkämpft wurden. Diese Rechte dürften deshalb nicht leichtfertig infrage gestellt oder abgebaut werden.

Auch die Bundestagsabgeordnete Charlotte Neuhäuser nahm an der Demonstration teil. In ihrer Rede verwies sie auf globale Zusammenhänge sozialer Ungleichheit und machte auf strukturelle Ungerechtigkeiten aufmerksam. Gleichzeitig betonte sie die Bedeutung von Solidarität sowie einer sozialen Politik, die die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung in den Mittelpunkt stellt. Für den Kreisvorstand der Linken HSK sprachen Kreisgeschäftsführerin Sandy Richter, Kreisvorsitzender Luke Matthias sowie Beisitzer Marian Hellmund. Im Mittelpunkt ihrer Beiträge standen die konkreten Auswirkungen von Sozialkürzungen auf Familien, Kinder und Jugendliche, die psychische Gesundheit vieler Menschen sowie die Situation im Pflege- und Gesundheitswesen. Die Rednerinnen und Redner warnten davor, dass Einsparungen im Sozialbereich langfristig gesellschaftliche Probleme verschärfen und insbesondere die Schwächsten treffen würden. “Wir sagen ganz klar: Gesundheitsversorgung und auch die psychische Gesundheit vieler junger Menschen können nicht zu teuer sein. Hinter jedem gestrichenen Therapieplatz steht ein Mensch, der es verdient hat, Hilfe zu bekommen!”, so Luke Matthias während seines Redebeitrags.

Katharina Büttner vom Kreisverband Soest der Linken und Mitglied der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe (LWL) ging auf die Folgen für psychiatrische Einrichtungen und die Eingliederungshilfe ein. Sie machte deutlich, dass insbesondere hilfsbedürftige Schülerinnen und Schüler auf ausreichendes im Schulalltag angewiesen seien und Kürzungen in diesem Bereich gravierende Konsequenzen hätten.

Roland Linnhoff aus dem Kreisverband Soest thematisierte die zunehmende Vermögensungleichheit. Er verwies darauf, dass es im Hochsauerlandkreis 143 Millionärinnen und Millionäre gebe, während gleichzeitig viele Menschen mit Armut, fehlender sozialer Teilhabe und einem unzureichenden öffentlichen Nahverkehr zu kämpfen hätten. Dies zeige, dass gesellschaftlicher Reichtum vorhanden sei, aber ungerecht verteilt werde.

Neben den politischen Beiträgen konnte die Demonstration auch einen konkreten Beitrag zur Unterstützung sozialer Arbeit leisten. Im Rahmen der Veranstaltung wurden 230 Euro an Spenden gesammelt, die der Lebenshilfe Meschede zugutekommen werden.

“230€ sind eine schöne Summe, über die wir uns sehr freuen. Wir danken allen Spender*innen und wünschen der Lebenshilfe Meschedes alles Gute.", so das Organisationsteam.

Die IG Metall kündigte zudem eine weitere Demonstration gegen Sozialabbau an. Diese findet am 10. Juli 2026 um 17 Uhr auf dem Marktplatz in Neheim statt.

Die Linke HSK bewertet die Veranstaltung insgesamt als Erfolg. Die Beteiligung und die Unterstützung durch Gewerkschaften, politische Mandatsträgerinnen und Mandatsträger sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger zeigten, dass der Widerstand gegen Sozialabbau breit aufgestellt sei.